C05 - Modellierung von Massenvariationen mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung

Beobachtungen der zeitlichen Variationen des Erdschwerefeldes mittels Satellitengravimetrie, terrestrischer Gravimetrie und durch mit GNSS gemessenen Auflasteffekten erlauben einen Einblick in die regionalen Variationen und Veränderungen von Wasserspeichern auf jeweils unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen. Das Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung von Schwerefeldmodellen mit größtmöglicher räumlicher und zeitlicher Auflösung durch die konsistente Kombination der verschiedenen Beobachtungsverfahren. Diese gleichmäßige Einbeziehung der verschiedenen geodätischen Sensoren ist aufgrund der unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Sensitivität der Messsysteme eine der größten Herausforderung der Geodäsie.

Neben der Nutzung von Beobachtungen des Satellitensystems GRACE bzw. GRACE Follow-On und GNSS-Deformationszeitreihen sind wir in der glücklichen Lage, terrestrische Absolut- und Relativgravimeter verschiedener Typen einsetzen zu können. Besonders bemerkenswert ist der erstmalige Einsatz von Absolut-Quantengravimetern bei unseren Messkampagnen. Damit wird der Grundstein für die nächste Generation gravimetrischer Messnetze gelegt.

© GFZ
Der Wasserkreislauf und seine Messbarkeit durch Gravimetrie.

FORSCHUNGSZIELE VON C05 - MODELLIERUNG VON MASSENVARIATIONEN MIT HOHER RÄUMLICHER UND ZEITLICHER AUFLÖSUNG

  1. Nutzung von Quantengravimetern in einem Messnetz im Elbe-Einzugsgebiet
  2. Kombination von satellitenbasierter Gravimetrie, GNSS Deformationszeitreihen und terrestrischer Absolut- und Relativgravimetrie
  3. Entwicklung einer regionalen Modellierung des Schwerefeldes mittels radialen Basisfunktionen in einem Kalman-Filter-Ansatz
  4. Ableitung von Wasserspeicheränderungen mit einer räumlichen Auflösung kleiner 100 km

BETEILIGTE WISSENSCHAFTLERINNEN UND WISSENSCHAFTLER

Projektleitung

Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker
Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker
Prof. Dr. Andreas Güntner
Prof. Dr. Andreas Güntner
Dr. Matthias Weigelt
Dr. Matthias Weigelt

Wissenschaftlicher Nachwuchs

Marvin Reich
Marvin Reich