SFB 1464
Profil

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Der Sonderforschungsbereich 1464 TerraQ

© Weyrauch
Im Zentrum von TerraQ steht die einzigartige interdisziplinäre Arbeit von Geodäten und Quantenphysikern. Durch die Kombination von Fachwissen aus dem Ingenieurwesen und der Grundlagenforschung werden wir die räumliche und zeitliche Genauigkeit geodätischer Beobachtungen von Massenvariationen auf ein neues Niveau heben.

Auf diese Weise wird TerraQ einen entscheidenden Beitrag zur Erforschung des Klimawandels leisten und weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Bereich der Geowissenschaften haben.

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit. Eine gründliche Analyse seiner Ursachen und Auswirkungen ist unabdingbar, um genaue Vorhersagen über seine Folgen für Natur und Gesellschaft zu ermöglichen. Hier ist die gravimetrische Erdbeobachtung ein entscheidender Ansatz, um die notwendigen Daten zu liefern. Die räumlichen und zeitlichen Schwankungen des Gravitationsfeldes liefern einzigartige Informationen über die relevanten Veränderungsprozesse im Erdsystem - von der Atmosphäre bis unter die Erdoberfläche. Sie ermöglichen es uns, z. B. den Massenverlust der polaren Eisschilde, den Beitrag des Wasserzustroms zum Anstieg des Meeresspiegels und die Veränderungen im Wasserkreislauf zu quantifizieren.

Die derzeitigen Schwerefelddaten sind in ihrer zeitlichen und räumlichen Auflösung stark begrenzt. Innovative Quantentechnologien werden jedoch in Zukunft Daten mit wesentlich höherer Genauigkeit und Langzeitstabilität liefern: Optische Entfernungsmessung zwischen Testmassen in Satelliten, atominterferometrische Beschleunigungsmessung und Gradiometrie sowie chronometrische Nivellierung mit optischen Uhren sind die wegweisenden Ansätze, um den dringenden Bedarf an hochauflösenden und hochgenauen Daten zu decken. Durch die Integration von Fachwissen aus Geodäsie und Physik dient TerraQ als einzigartige Plattform für die Entwicklung grundlegend neuer Sensoren und Messverfahren auf der Grundlage der Quantenmetrologie, wobei die technologische Entwicklung und die Anforderungen von Weltraummissionen mit der geodätischen und geophysikalischen Modellierung auf synergetische Weise verbunden werden.